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Amplifier: Gargantuan (Review)
Artist: | Amplifier |
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Album: | Gargantuan |
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Medium: | CD/Do-LP/Media-Book | |
Stil: | Indie-, Alternative-, Progressive-, Psychedelic-Rock |
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Label: | Rockosmos Music/Just For Kicks | |
Spieldauer: | 59:10 | |
Erschienen: | 24.01.2025 | |
Website: | [Link] |
Och nö! AMPLIFIER widmen sich dieses Album doch tatsächlich im Inneren des sparsam gestalteten Digipaks selbst und geben zudem die Empfehlung, dass sich alle anderen einen gloriosen Teil davon abschneiden sollen. Dann kommt „Gargantuan“ als die zur Besprechung vorliegende 'CD-Normalversion' auch noch in einem lieblos gestalteten zweiflügeligen Digipak ohne irgendwelche Beigaben (dafür aber mit zwei Songs weniger, von denen absurderweise auch noch der längste davon der Teil 2 des Titeltracks ist) daher und selbst die Musik darauf scheint sich (leider) diesem wenig überzeugenden Niveau anzupassen.
Es ist wahrhaft kein Meisterwerk geworden – das achte Album des britischen Prog-Rock-Duos. Mal wieder werden die altbekannten AMPLIFIER-Sounds bedient, die sich zwischen Indie- und Alternative-Rock plus psychedelischen Strukturen und ein paar Art-Rock-Raffinessen bewegen, während die Gitarren riffend ihre Bahnen ziehen und der Gesang mitunter etwas abwesend seine eigenen Wege beschreitet.
Was also bereits auf dem Vorgängeralbum „Hologram“ im letzten Song „Gargantuan – Part 1“ volltönend angekündigt wurde, bekommt nun als komplettes Album seine Fortsetzung samt dem tatsächlich auf der Normal-CD fehlenden 12 Minuten langen „Gargantuan – Part 2“. Was immer sich das britische Rock-Duo dabei auch dachte, eine gute Idee war's nicht.
So hätte man das wohl nicht erwartet, sondern ein wenig veräppelt kommt sich der Nichtkäufer des Doppel-Vinyl bzw. Mediabooks dann eben doch vor, wenn auf der CD-Normalvariante über 15 Minuten fehlen, die locker mit draufgepasst hätten. Zudem klingt selbst auf dieser Kurzversion so einiges verzichtbar, sodass man sich bei der Wirkung hinter „Gargantuan“ tatsächlich auch mit einer kürzeren Fortsetzung hätte zufriedengeben sollen.
Vieles klingt (mal wieder) nach dem schwachen, 22 Jahre alten Frühwerk „Insider“, das Kollege Schiffmann bestens mit den Worten: „Ein nicht hässliches Album, aber auch nicht schönhörbar“ beschrieb. Ein FAZIT, das man ohne schlechtes Gewissen auch „Gargantuan“ als Stempel aufdrücken kann.
Sind den beiden Jungs die (progressiveren) Ideen ausgegangen und dafür loben sie sich jetzt einfach selber und verteilen gute Ratschläge für's Eigenlob?
Melodien, die man schnell wieder vergisst, Sounds, welche etwas zu dumpf geraten sind, die eine oder andere düstere Idee, welche psychedelisch ausgebreitet, aber nicht konsequent bis zu Ende geführt wird. Es ist nicht wirklich viel und schon gar nichts neu auf „Gargantuan“!
AMPLIFIER generieren sich nicht wirklich als 'Verstärker', sondern höchstens als eine Art Effekt-Pedal, das immer wieder bedient wird, aber trotzdem nur über eine begrenzte Anzahl an Klängen verfügt, die zu sehr in die Länge gezogen, aber dafür mit ein paar finsteren Sounds (besonders in „Guilty Pleasure“ und „Blackhole“) angereichert und häufig wiederholt werden.
„Ein nicht hässliches Album, aber auch nicht schönhörbar!“
Das trifft's tatsächlich bestens.
Schade! Schade!
FAZIT: Viel zu gleichförmig und auf die Dauer wenig beeindruckend kommen AMPLIFIER auf ihrem achten Album um die Indie- und Art-Rock-Ecke mit von eintönigen Gitarren-Rhythmen bestimmten psychedelisch angehauchten, manchmal finster abdriftenden Sounds, die sich bassgeladen dem Hörer mitunter regelrecht aufdrängen, ohne dabei wirklich Bleibendes auszulösen. Mit „Gargantuan“ scheint das britische Duo auf ihr über 20 Jahre zurückliegendes „Insider“-Album anzuspielen, das schon damals mehr Enttäuschung als Überraschung war.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Gateway
- Invader
- Blackhole
- King Kong
- Pyramid
- Entity
- Guitly Pleasure
- Cross Dissolve
- Long Road
- Gesang - Sel Balamir, Nova
- Gitarre - Sel Balamir
- Schlagzeug - Matt Brobin
- Insider (2006) - 9/15 Punkten
- The Octopus (2011) - 12/15 Punkten
- Echo Street (2013) - 8/15 Punkten
- Trippin’ With Dr. Faustus (2017) - 12/15 Punkten
- Hologram (2023) - 11/15 Punkten
- Gargantuan (2025) - 7/15 Punkten
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