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HeKz: Qisma (Review)

Artist:

HeKz

HeKz: Qisma
Album:

Qisma

Medium: Download/Do-CD
Stil:

Progressive Rock, Metal

Label: Eigenpressung/Just For Kicks
Spieldauer: 97:20
Erschienen: 12.06.2026
Website: [Link]

HEKZ stehen ganz offensichtlich auf großes progressives Drama und direkte metallische Härte – eine feine Mischung für alle progressiven Rockfreunde, die es gerne auch mal etwas komplexer und knackiger mögen. Und dieses Mal gibt’s gleich die ganz große Packung auf zwei CDs im dicken dreiflügeligen Digipak (mit eingeklebten Kunststoff-CD-Haltern) samt eines 20 Seiten starken Booklets, utopisch gestaltet und mit allen Texten versehen.
Hier jedenfalls stimmt schonmal alles für den Anhänger progressiven Freigeistes mit metallischem Biss.


Der singende Multiinstrumentalist Matt Young ist der kreative Kopf hinter der britischen Prog-Metal-Band HEKZ, der mit seiner Band nunmehr schon das fünfte Album verwirklicht. Der eigenartige Name „Qisma“ bezieht sich auf das arabische Wort 'Schicksal' oder 'Vorbestimmung' und (wie sollte es anders sein) 'göttlichen Willen'. Nun ja, das Göttliche wird ja oftmals gerne in den progressiven Konzept-Kontext gesetzt, mitunter verwustet. Diesmal aus arabischer Sicht also...

Zusätzliche fleißige Unterstützer bei diesem mitunter sehr bombastischen wie epischen Album sind Sänger John Mitchell (FROST*, ASIA, ARENA) und Keyboarder Adam Holzman (STEVEN WILSON) oder Gitarrist Mark Bogert (KNIGHT AREA) und Perkussionist Moyano el Buffalo (KING LIZARD), wobei deren Bandhintergründe sich durchaus auf das gesamte Doppel-Album mit auswirken. Am häufigsten werden hierbei allerdings Erinnerungen an ARENA oder KNIGHT AREA wach, obwohl insgesamt bei dem utopisch anmutenden Konzept und der Vielzahl von Sprachsamples und Effekten AYREON offensichtlich die Brüder im HEKZ-Geiste sind.


Drei gute Adressen, die HEKZ durchaus mit jeder Menge musikalischem Leben auszufüllen verstehen, wobei im Mittelpunkt der beiden CDs jeweils die beiden Über-Zwanzigminuter „The Great Out There“ (23:53) und „Overlord“ (21:01) stehen. Alles zusammengehalten von futuristischen Sprachsamples zwischen den Songs – und besonders begeisternd vom exzessiven Geigenspiel des festen Bandmitgliedes Lucia La Rezza.


Hier liegt, neben der aufwendigen Gestaltung der Doppel-CD, die große Stärke hinter „Qisma“.

Sehr klar strukturiert und immer am Konzept orientiert ziehen HEKZ „Qisma“ konsequent durch, indem sie eine gelungene Mischung aus elektrifizierter Härte und akustischer Zerbrechlichkeit finden, dabei immer wieder die Geige in den Mittelpunkt ihres musikalischen Kontextes rücken und so dem dicken „Qisma“-Brocken oftmals zusätzliche folkloristische oder weltmusikalische Aspekte verleihen.


Hierbei wird eine dystopische Geschichte im Stile von Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ spannend erzählt, wobei die verfremdeten, roboterähnlichen weiblichen Sprechpassagen als Übergänge die Handlung fest miteinander verzurren.
Allerdings tauchen bei der Länge des Albums mitunter doch so einige pathetisch übertriebene Momente auf und hymnische Gesänge auf, bei denen der eine oder andere Schmalztropfen an der Zunge des Sängers klebt.


Vielleicht erscheint gerade darum die kryptische Geschichte hinter „Qisma“ trotz dieses enormen Umfangs noch immer nicht zu Ende erzählt, denn „One last chance / To make it last / It's up to us to save the world“.

So schreit gerade dieses offene Ende im Grunde nach einer Fortsetzung...
Lassen wir uns diesbezüglich einfach überraschen.


FAZIT: Die britischen Bombast-Prog-Metaller HEKZ präsentieren dem Progfreund, der gerne auch für etwas Härte und ein utopisches Konzept sowie arabische „Qisma“-Botschaften (bildlich zu verstehendes Wort, das Schicksal und göttlichen Willen gleichermaßen ausdrückt) offen ist, ein sehr ambitioniertes, manchmal bombastisch wie pathetisch etwas übertriebenes Doppelalbum in einem fetten Digipak samt 20-seitigem, fein gestalteten Booklet (linke Seite Text, rechte Seite ein dazu passendes Bild im Unitsky-Stil von Cameron Gray). Noch dazu veredeln so namhafte Musiker wie John Mitchell oder Adam Holzman und weitere diese Musik-Geschichte, welche oftmals durch ihren Hang zu AYREON und ganz besonders die großartigen Geigen-Passagen begeistert.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 46x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • CD 1 (51:36):
  • The Gates Of Kybagrad
  • Qisma
  • The Future Is Here
  • Defiance
  • Captured
  • Venom
  • The Great Out There
  • CD 2 (45:44):
  • The Road Home
  • Break The Spell
  • Overlord
  • Virtual Utopia
  • A Leap Of Faith

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Invicta (2018) - 10/15 Punkten
  • Qisma (2026) - 11/15 Punkten
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