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Yeast Machine: Bad Milk (Review)
| Artist: | Yeast Machine |
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| Album: | Bad Milk |
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| Medium: | CD/Download/LP | |
| Stil: | Grunge, Garage Punk, Alternative Rock |
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| Label: | Noisolution | |
| Spieldauer: | 34:14 | |
| Erschienen: | 20.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
Schlechte Milch ist in der Regel kein erstrebenswertes Verkostungsziel. Ein Glück, dass YEAST MACHINE mit „Bad Milk“ zwar genauso eindrücklich musizieren, wie sich der Geschmack des vergorenen Getränks ins Hirn einbrennt. Allerdings gehen die Songs der Tübinger wesentlich wohlschmeckender runter.
Zwischen Stoner-Gitarren und psychedelischen Melodiebreitseiten grooven hier auch akzentuiert melodische Ohrwürmer wie „Kathargo“, oder „Wobbly Wizzard“, das immer wieder an die QUEENS OF THE STONE AGE erinnert.
Dass YEAST MACHINE auf mehrere Stimmen zurückgreifen, um ihren Songs Varianz zu verleihen und sie mit Leben zu füllen, kommt vor allem im hypnotisch groovenden Titelstück zur Geltung. Zwar fließen die Gesangslinien angenehm ineinander, aber von den Höhen im groovebetonten Refrain, bis hin zu den zurückhaltenden, leicht knurrigen Strophen, ist es doch ein kleiner Weg, den die Band mit Leben und Stimmung füllt.
„Dust on the Radio“ bündelt, neben Stoner-Riffs und Fuzz-Gitarre, auch lockeren Alternative-Rock-Groove, zu dem sich der Gesang mehr und mehr im Kopf festsetzt, während der Bass, speziell in der ruhigen Bridge, für Nachdruck sorgt.
„Feeding Poison to the Spiders Was Never Really My Thing“ präsentiert nicht nur einen sperrigen Bandwurmtitel, sondern reizt die Dynamik des Bandsounds auch auf spannende Weise aus. Während in der Bridge der Druck komplett wegfällt, ackert sich die Saitenfraktion im Refrain voller Wärme durch den Song. Gleichzeitig wirken die Brüche innerhalb des Stücks etwas widerspenstig, bergen damit aber auch einen interessanten Reiz.
„Karthago“ gefällt, dank akzentuierten Gitarren und melancholischen Melodien, auf Anhieb und explodiert im Refrain zu einem kraftstrotzenden Ohrwurm, der vom aufgekratzt-melodischen Gesang lebt.
„Honey & Sweat“ macht seinem Namen im Anschluss alle Ehre. Die raue Ästhetik erinnert erneut an die Steinzeitköniginnen, die im flippigen Groove und in der Gitarrenarbeit deutliche Spuren im Sound von YEAST MACHINE hinterlassen haben.
Mit „The Golden Cage“ verbinden die Musiker zum Schluss sämtliche Elemente des Albums. Angefangen vom luftig-melodischen Start, bei dem die Gitarren reduziert-wirksame Akzente setzen, über die in Fuzz-Riffs getauchte Bridge, bei der die Bassmelodie zügig ins Ohr geht, bis hin zum abschließenden Crescendo, welches unvermittelt abbricht und der finalen Gitarrenmelodie (die auch dem Intro des Songs entspricht) Raum schafft, ergehen sich YEAST MACHINE in einer Art wuchtigen Melancholie, die dem musikalischen Hauptmotiv des Albums doch eine gewisse Farbe verleiht.
FAZIT: YEAST MACHINEs „Bad Milk“ stößt einem mitnichten sauer auf, denn das riffbetonte Musikmischmasch versöhnt kritische Hörer mit eingängigen Melodien sowie kräftigen Grooves zwischen Stoner- und Alternative Rock und hat darüber hinaus mehr als einen Ohrwurm zu bieten. Dank der passenden Prise Psychedelica wird die Musik, entgegen ihrem Lebensmitteläquivalent, auch nicht ranzig, sondern weiß mit jedem Durchlauf mehr zu begeistern.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Globalized Condolences
- Falling Rocks (feat. The Red Flags)
- Bad Milk
- Foreshadowing
- Dust on the Radio
- Feeding Poison to the Spiders Was Never Really My Thing
- Karthago
- Honey & Sweat
- Wobbly Wizzard
- The Golden Cage
- Bass - Marcel Gundlach
- Gesang - Benjamin Frenzel
- Gitarre - Tobias Köninger, Fabian Köninger
- Schlagzeug - Jonas Bischof
- Sonstige - Fabian Köninger, Benjamin Frenzel, Marcel Gundlach, Polly (Harmoniegesang)
Interviews:
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