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Mathias Heise & Danish Radio Big Band: A Love Supreme Revisted (Review)
| Artist: | Mathias Heise & Danish Radio Big Band |
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| Album: | A Love Supreme Revisted |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Big Band-Jazz |
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| Label: | April Records | |
| Spieldauer: | 44:54 | |
| Erschienen: | 22.05.2026 | |
| Website: | [Link] |
Ein mutiges Unterfangen, sich eines der wegweisendsten Alben der jüngeren Musikgeschichte vorzunehmen, und es nach eigenem Gusto zu interpretieren. Denn das ist diese Aufnahme, eine Interpretation des John Coltrane-Werks, ein Re-modelling, kein bloßes Tribut, keine einfache Hommage.
Um das Fazit vorwegzunehmen: Es ist dem Solisten und seiner begleitenden Big Band gelungen, den Klassiker höchst gekonnt zu variieren. Das eine Kopie kaum anklingt, liegt bereits daran, dass Heises Instrument, mit dem er solistisch brilliert, eine chromatische Mundharmonika ist.
Dadurch bekommen die Tracks einen anders gelagerten Charakter. Heise gelingt es, sein Instrument stellenweise bis in die klangliche Nähe eines Bandoneons zu transferieren, dadurch gewinnt „A Love Supreme Revisted“ mitunter einen folkigen Anstrich. Die gesamte Einspielung propagiert per se die melodischen, atmosphärischen Elemente des zugrundeliegenden Albums, freidrehende Exzesse und atonale Ausbrüche bleiben aus.
So behält das Album trotz großer Besetzung auch einen intimen, fein austarierten Charakter, der auch vom Klang der Aufnahme unterstützt wird. Das erinnert oft an großartige (Noir-)Soundtracks („Taxi Driver“ et al.) und erweckt ein beinahe mystische, zumindest aber mysteriöse Stimmung. Natürlich kommen neben der Harmonika weitere Instrumente solistisch zum Einsatz, auf der B-Seite bei „Pursuance“ dann auch John Coltranes Instrument, das Tenor Saxophon.
„A Love Supreme Revisted“ ist eine Bearbeitung des famosen Originals, von Schöngeistern betrieben. Die DANISH RADIO BIG BAND sorgt für vollen, trotzdem transparenten Klang, die Soli sind knackig und wohl ausformuliert, die Mundharmonika verleiht dem musikalischen Abenteuer einen besonderen Reiz. Auch für Zuhörende, die das Instrument aus den unterschiedlichsten Gründen (Wandertag und Heimatabend könnten dazu gehören) nicht mögen.
FAZIT: MATHIAS HEISE & DANISH RADIO BIG BAND beweisen Mut, indem sie einen Monolithen einer Neubetrachtung unterziehen. „A Love Supreme Revisted“ gefällt als höchst eigenständige, ohrenschmeichelnde Variation und macht – wie alle guten Interpretationen – Lust darauf, die Vorlage neu oder wiederzuhören.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- A Love Supreme – Introduction
- Part 1 – Acknowledgement
- Interlude #1
- Part 2 – Resolution
- Interlude #2
- Part 3 – Pursuance
- Harmonica Cadenza
- Part 4 – Psalm/Alabama
- Bass - Kaspar Vadsholt
- Gesang - Jakob Munck
- Gitarre - Per Gade
- Keys - Magnus Hjorth
- Schlagzeug - Søren Frost
- Sonstige - Mathias Heise (Arranger, Mundharmonika), Lars Vissing Reimann, Ari Bragi Karason, Thomas Kjærgaard, Mads la Cour, Jakob Sørensen, Gidon Nunes Vaz, Dorthe Zielke (Trumpet & Flugelhorn), Peter Dahlgren, Petter Hängsel, Annette Saxe (Trombone, Horn), Gustaf Wiklund (Trombones), Jakob Munck (Bass Trombone, Tuba), Peter Fuglsang (Saxophones, Clarinet, Flute), Nicolai Schultz (Saxophone, Flute), Hans Ulrik (Saxophone), Karl-Martin Almqvist (Saxophones, Clarinet), Frederick Menzies (Saxophones, Clarinetes)
- A Love Supreme Revisted (2026) - 13/15 Punkten
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