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The Mary Onettes: Sworn (Review)
| Artist: | The Mary Onettes |
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| Album: | Sworn |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Dream Pop |
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| Label: | Welfare Sounds & Records | |
| Spieldauer: | 42:50 | |
| Erschienen: | 14.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
Die Dream-Pop-Schweden von THE MARY ONETTES schwören ihre Hörer auf eine akustische Reise zum Träumen (Ha!) ein. Dabei vermählen die Musiker ihr Stammgenre mit (zuweilen recht dominanter) Elektronik und Synthesizern, die einer wärmenden Umarmung gleichkommen (u.a. in „Hurricane Heart“).
Dass Titel wie „Without This Body“ oder „Stop This Melody“ dabei eher einem tristen Wortschatz entspringen, ändert nichts daran, dass die Musik den Hörer voller Wärme und melancholischem Wohlklang umgarnt und ihn (nicht zuletzt wegen dem bedachten, aber doch eindringlichen Gesang von Philip Ekström) bisweilen in klangliche Watte packt.
Dieser Umstand schützt sowohl vor emotionaler Distanz, auch vor allzu viel Herzschmerz. Allerdings lassen Stücke wie „Tears To An Ocean“ doch einigermaßen tief blicken. Denn obwohl eher gemächlich groovend, transportiert die Musik hier eine gewisse Melancholie, vielleicht sogar Tragik. Daran kann auch das perfekt eingefügte Saxofon-Solo nichts ändern, denn auch dieses (zum Großteil mit Lebensfreude assoziierte) Instrument klingt hier dermaßen schwer, dass es einem doch unweigerlich ein wenig im Herzen sticht.
„The Big Shake“ dagegen wendet das emotionale Blatt. Zwar geht’s hier wohl kaum um einen XXL-Milchshake mit Keksgeschmack (sowas würde aber zum Erheitern des Gemüts beitragen), aber die Musik klingt etwas tanzbarer. Der Groove (und speziell die Bassarbeit) wirkt lockerer, was auch der sanften Stimme von Philip Ekström ein wenig mehr Auftrieb verleiht.
Dass die übergeordneten Themen des Albums derweil durchaus harten Tobak bieten (von Schmerz ob schwindender emotionaler Bindungen bis hin zum Lebensprinzip der ständigen Erneuerung deckt „Sworn“ doch ein relativ breites Themenfeld ab), klingt die Musik zum Großteil ganz anders.
Die Melodien und speziell die sanfte Stimme von Philip Ekström wiegen den Hörer in einem wohlig warmen Gefühlsbad, das nicht selten Entspannung und das Potenzial für weitläufige Traumtänze mitbringt.
FAZIT: Die Krux zwischen dem härteren Tobak der Texte und der sanften Lockerheit der Musik meistern THE MARY ONETTES mit spielerischer Leichtigkeit und betten den Hörer in ein weiches Klangbett aus verträumten Popsongs, die Gefühle wie Lockerheit und Sanftmut mitbringen. Der zusätzliche Schuss Nostalgie repräsentiert das Potenzial für die eine oder andere verdrückte Träne in den Texten, womit „Sworn“ unterm Strich ein gelungenes Album sanftmütiger, aber doch nicht (zu) seichter Musik geworden ist.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- WDWHL
- Hurricane Heart
- Without This Body
- Honest Moon
- Slide
- Tears To An Ocean
- The Big Shake
- Eyes Open
- ARP
- Sworn
- Stop This Melody
- Bass - Henrik Ekström
- Gesang - Philip Ekström
- Gitarre - Philip Ekström, Petter Agurén
- Schlagzeug - Simon Fransson
- Sworn (2025) - 10/15 Punkten
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