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Priest: Altered State Police (Review)

Artist:

Priest

Priest: Altered State Police
Album:

Altered State Police

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Dark Synthpop

Label: Blue Nine Productions
Spieldauer: 47:16
Erschienen: 23.10.2026
Website: [Link]

Bis auf die vermeintliche Verquickung der Musiker von PRIEST und ehemaligen GHOST-Ghouls sowie die personelle Anonymität beider Bands finden sich wenig Gemeinsamkeiten in Sachen Ästhetik und Sound.
Denn wo die Geister Stadion-Pop-Rock abliefern, setzen PRIEST auf elektronische Versatzstücke im Bereich dunkler Synthpop-Musik. Thematisch dreht sich „Altered State Police“ auch nicht um Satanismus, sondern beschäftigt sich mit der immer engeren Verknüpfung von Mensch und Maschine, von Fleisch und Technologie, womit sich dystopische Szenarien im Stile der „Matrix-Filmreihe“ unweigerlich auftun.


Dass die Musik entsprechend mechanisch, stellenweise kühl und distanziert wirkt, passt da gut ins Bild. Das beginnt bei treibenden Stücken wie „Python“ oder auch „Jeopardize“, die elektronische Tanzmusik bei düsterer Atmosphäre präsentieren und damit das (gar nicht mehr so sehr) futuristische Szenario des Albums in Musik verpacken.
Der Titeltrack bringt dann erstmals eine sentimentale, sehr melodische Qualität in das Album ein, die u.a. in seichten, aber angenehmen Ohrwurmmomenten resultiert. Dass sich dieser Ansatz in „Sentimental“ wiederholt, verkommt, trotz der, dank des Titels, naheliegenden Verbindung beider Stücke nicht zum Klischee, sondern hat einen dezent romantischen Synthpop-Song mit hartnäckigem Wiederholungsfaktor zur Folge.


„When We’re Gone“ verbindet dagegen das pulsierend mechanische Element im Groove, mit der zarten Naivität leichtfüßiger Melodien (u.a. im Gesang) und würde sich auch im Darkroom einer Vorstadt-Diskothek perfekt in die einschlägige Playlist einfügen.
So tanzbar stellenweise sanft-intime Stücke wie „Minions“ oder das Pop-affine „The Savior’s Blade“ aber auch klingen, so kantig wirkt der Kontrast zwischen Musik und Text. Gerade diese Empfindungsschere macht „Altered State Police“ spannend und zu einem Album, das, trotz seiner klaren, glatten Produktion, einen markanten Charakter, eine scharfe Kante aufweist, die davon zeugt, dass PRIEST wirklich etwas zu sagen haben.


Die finale Reise zu den Sternen („Stargate“) greift dann auch nicht zu hoch. Denn der Blick ins Astrale zeugt gleichsam von einer Hoffnung auf Besserung, wie er den menschlichen Entdeckergeist in seinem Kern trifft, womit PRIEST ihr Album doch mit einem Hoffnungsschimmer beenden. Denn die Flucht vor einer sich wandelnden Staatspolizei kann offenbar auch gen Himmel führen. Die Aussicht erscheint also alles andere als düster.


FAZIT: PRIEST haben mit „Altered State Police“ ein eindringliches Album dunkler, in Teilen auch romantischer Synthpopmusik an der Hand. Der dystopische Ansatz der Texte, der u.a. Themen wie Transhumanismus, bzw. die Verquickung von Mensch und Maschine, im Kontext eines totalitären Staatssystems thematisiert, erinnert derweil nicht nur an filmische Klassiker wie die „Matrix“-Reihe, sondern trifft auch empfindliche, tagesaktuelle Themen auf den Kopf, die u.a. seit Erfindung der Nanotechnologie immer wieder kritisch diskutiert werden (sollten). Damit servieren PRIEST nicht nur spannende Musik, sondern liefern auch einen interessanten Kommentar zu tagesaktuellen, gesellschaftliche Themen ab, ohne zu selbigen eindeutig Stellung zu beziehen.

Dominik Maier (Info) (Review 39x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Jaded
  • Python
  • Jeopardize
  • Altered State Police
  • Karmageddon
  • Sentimental
  • When We're Gone
  • Dehumanized
  • Minions
  • The Savior's Blade
  • Here Comes the Light
  • Stargate

Besetzung:

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