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Andy Gillmann: Acoustic Impulse (Review)

Artist:

Andy Gillmann

Andy Gillmann: Acoustic Impulse
Album:

Acoustic Impulse

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Jazz

Label: Jazzsick Records/Membran
Spieldauer: 50:24
Erschienen: 20.02.2026
Website: [Link]

Wenn der Schlagzeuger ANDY GILLMANN, bekannt durch die FORSONICS, sich auf solistische Jazz-Pfade begibt, dann tut er das natürlich nicht alleine, sondern nimmt ein Quartett mit auf die Reise, das zudem noch auf verschiedenen Stücken um einen zusätzlichen Akustik-Gypsy-Gitarristen (Joscho Stephan) erweitert wird. Damit ist auch die Richtung hinter „Acoustic Impulse“ (Nun ja, von großartigem Einfallsreichtum zeugt dieser Albumtitel nicht gerade!) klar.

Die Eröffnung mit dem Akkordeon, so als würde ein Schifferklavier einen traurigen Shanty anstimmen, wird den einen Freund für dieses Instrument begeistern, den anderen 'Akkordeon-Hasser' sofort abschrecken. Und alle, die das Akkordeon nicht mögen, werden auch mit „Acoustic Impulse“ nicht warm werden. Denn offensichtlich scheint der schlagkräftige Gillmann gerade dieses Instrument zu bevorzugen – und hat daher mit Akkordeonisten Heinz Hox einen echten Profi an seiner Seite, zu dem er unter seiner Homepage begeistert feststellt: „Mit Heinz Hox am Akkordeon fließt noch einmal ein ganz besonderer Klang ein. Mit seinem virtuosen Spiel öffnet er die Tür in Richtung Jazztango und den melancholischen Sound einiger Bearbeitungen von Kompositionen Astor Piazzollas. Er ist einer der vielseitigsten Akkordeonisten Deutschlands.“


„It's Over“ gehört neben „Lost“ und „Way Of Water“ mit zwischen 5 und 7 Minuten zu den längsten der insgesamt 10 Stücke.
Doch trotz einem „It's Over“ geht’s dann auf der CD doch weiter – was soll denn das?
Gehört solch ein Stück nicht ans Ende des Albums, Herr Gillmann?
Oh nein, denn da steht Gillmanns Eigenkomposition „Home“ und lädt uns in (s)eine spezielle auf Drumsticks aufgebaute Musik-Heimat ein.
Eine der insgesamt sechs Gillmann-Eigenkompositionen, neben denen zusätzlich kreativen Bearbeitungen von Stücken eines Richard Galliano oder Edith Piaf und Astor Piazzolla, ihren Platz finden.

Klangtechnisch ist das Album ein absoluter Volltreffer. Alle Instrumente sind bestens aufeinander abgestimmt. Und dass Schlagzeuger Gillmann – trotz seiner Zurückhaltung – hinter seinen Fellen das gesamte Quartett, das in gleich vier der zehn Stücke um den Akustik-Gitarristen Joscho Stephan erweitert wird, voll im Griff hat, ist unüberhörbar und bei diesem Sound ein echter Genuss.


Acoustic Impulse“ ist keine Musik für das Zeitalter der Klickzahlen, sondern für das Gefühl und das sich Weitwegträumen: in Zeiten der Natürlichkeit und Ruhe. Hektik wird ersetzt durch Harmonie, Stress durch Entspannung und das wilde Getänzel durch ein Latin- und Tango-Feeling. Und hier macht der Albumtitel „Acoustic Impulse“ dann schon wieder echt Sinn.


FAZIT: Als Jazz-Schlagzeuger hat man es nicht immer leicht. Man gehört eben zur Rhythmus-Fraktion seiner musikalisch oft frei improvisierenden Mitstreiter. Anders sieht das aus, wenn einer wie ANDY GILLMANN, auch als Schlagzeuger der FORSONICS ein echtes Drummer-Aushängeschild, auf „Acoustic Impulse“ die solistische Federführung übernehmen darf, dann bleibt er trotzdem oft im Hintergrund und überlässt seinen Mitstreitern an Akkordeon, Piano, Bass und Gitarre den Vorrang, der besonders durch Gast Joscho Stephan mit Latino- und Tango-Einflüssen aufwartet. Für die Momente der Entspannung und Harmonie – selbst wenn der Chef hinter diesem Album die Schlagstöcke schwingt.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 38x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Wupperfado
  • Kind Of Smooth
  • Lost
  • Tango Pour Claude
  • Twighlight
  • Way Of Water
  • It's Over
  • Oblivion
  • La Vie En Rose
  • Home

Besetzung:

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