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Various Artists: Unvorherhörbar – 30 Years GO MUSIC, 1996 Anniversary 2026 (Review)

Artist:

Various Artists

Various Artists: Unvorherhörbar – 30 Years GO MUSIC, 1996 Anniversary 2026
Album:

Unvorherhörbar – 30 Years GO MUSIC, 1996 Anniversary 2026

Medium: Do-LP/Do-CD
Stil:

Rock, Pop, Jazz, Coverversionen

Label: A1 Records/Broken Silence/Believe Digital
Spieldauer: 123:42
Erschienen: 29.05.2026
Website: [Link]

„GO MUSIC heißt mein Lieblingsbaby! Den Bass spiele immer ich. Jedoch sind jedes Mal andere Kollegen dabei, die zu den erlesensten Musikern der nationalen und internationalen Musikszene zählen. Die Liste der Namen dieser Musiker und ihrer Arbeitgeber liest sich dementsprechend wie ein Lexikon der Rock- und Popmusik. Um hier nur einige der Arbeitgeber zu nennen: Miles Davis, Tina Turner, Sir Elton John, Anastacia, Joe Cocker, Peter Gabriel, Shakira, Phil Collins, James Brown, Westernhagen, BAP, Pur, Simple Minds, Wishbone Ash, Rod Stewart, Tygers of Pan Tang, Söhne Mannheims, Glasperlenspiel, Sheryl Crow, Pointer Sisters, Cliff Richard, Peter Maffay, Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Sting, Jack Bruce, Stefan Raab, Schürzenjäger und viele andere mehr.“ (Martin Engelien unter seiner Homepage)

Es war tatsächlich unvorhersehbar, dieses UNVORHERHÖRBAR mit einer Zusammenstellung aus 30 Musik(er)-Jahren der GO MUSIC-Familie. Einer Familie, deren Familienoberhaupt Bassist MARTIN ENGELIEN (besonders bekannt durch die KLAUS LAGE BAND, welche er in 'tausendundeiner Nacht' mitgründete) ist, und die sich seit 30 Jahren im Rahmen der beliebten Konzert-Reihe GO MUSIC zusammenfand, um gemeinsam zu musizieren und dabei ganz Großes zustande zu bringen, indem sie bekannte und weniger bekannte Songs auf ihre ganz eigene Art interpretierten, egal ob es nun PRINCEs „Purple Rain“ oder WHOs Schrei nach ihrer „My Generation“ war oder sie der besonderen Stille von MIKE & THE MECHANICS („Silent Running“) oder DEPECHE MODE („Enjoy The Silence“) den Vorrang gaben oder einfach nur dazu einluden, mit DAVID BOWIE („Let's Dance“) ein Tänzchen aufzuführen.


In all diesen Jahren und den musikalisch sich mitunter (von Jazz über Rock bis Pop) arg unterscheidenden Stücken war, ist und bleibt die einzige Konstante Bassist Engelien, der in den einzelnen insgesamt 16 Stücken, die gleich mit dem grandios angejazzten, instrumentalen und natürlich durch eine spannende Basslinie eingeleiteten 12-Minüter „Footprint In February“ beginnen, sich nie in den Vordergrund spielt, doch trotzdem seine unüberhörbare Bass-Duftmarke hinterlässt, getreu seinem Grundsatz: „Ich bin stets darum bemüht, einem Musikstück durch meine Basslinie einen sehr persönlichen, jedoch ständig rollenden und pumpenden Charakter zu verleihen. Frei nach meinem Lebensmotto 'Einfach, aber effektiv!' muss mein Bass nicht im Vordergrund stehen, um zu einem positiven Gesamteindruck beizutragen – egal, ob live oder im Studio.“

Hinter GO MUSIC verbirgt sich seit 30 Jahren ein klar erkennbares Konzept: „Unvorherhörbar“ werden alte Klassiker und weniger bekannte Stücke aus Rock, Soul, Pop und Jazz von den mitwirkenden Musikern, die sich um Bassisten Engelien scharen, frei und leidenschaftlich interpretiert, während zum Auftakt eine Engelien-Eigenkomposition das Konzert eröffnet, bei der sich die Musiker nicht etwa auf der Bühne einspielen, sondern von Anfang an ihr Können unter Beweis stellen!


Ein feines Beispiel hierfür ist der „Rock'n'Roll Outlaw“, im Original von ROSE TATTOO, mit der markant-charismatischen BRÖSELMASCHINE-Sängerin STELLA TONON und dem deutschen Ausnahmegitarristen THOMAS BLUG, der nicht nur bestens einen JIMI HENDRIX 'nachmachen' kann, sondern in dem Song ein Gitarren-Solo zum Niederknien hinlegt. Gerade durch diese vielfältige Musikerschar erhält jedes einzelne Stück seine völlig eigene Note, indem beispielsweise der besagten Rocknummer dann in „Long Train Running“ ein Saxophon-Teil – fantastisch von CHRISTIAN FELKE dargeboten – folgt, das sich sogar in freijazzende Gefilde begibt und Herr Engelien unmittelbar daran gleich noch seine Jazz-Künste am Bass beweist.
„My Generation“ wiederum verblüfft und begeistert durch ein langes orgeliges Rhodes-Solo von Jürgen Dahmen (Mitglied der HELMUT ZERLETT BAND zu Zeiten der 'Harald Schmidt Show').
Eine wahre Wundertüte und stilistisches Kaleidoskop der Extraklasse, mit dem wir es auf dieser Doppel-CD in den gut zwei Stunden zu tuen bekommen!


Froh, lustig, munter und immer voller Leidenschaft setzt sich diese Aneinanderreihung von Songs fort, die auch auf der zweiten CD mit einem Mega-Instrumental, dieses Mal gar 13 Minuten lang und mit fetter Bass- sowie Schlagzeug-Einleitung samt ausgiebigen Flötentönen, eröffnet werden. Eine kluge Engelien-Entscheidung diese beiden musikalischen Jazz-Rock-Eigengewächse der Extraklasse den beiden CD's voranzustellen, bevor dann wild drauflosgecovert, solistisch brilliert und in den unterschiedlichsten Besetzungen perfekt live musiziert wird.


Es gibt aber auch ein paar Momente, bei denen die Cover-Stücke deutlich hinter den Originalen stehen. DEPECHE MODEs „Enjoy The Silence“ zum Beispiel, in dem der singende Keyboard-Spieler während der schmachttriefenden Ballade auch noch das Publikum fragt: „Könnt ihr mitsingen?“. Deren offensichtliche Antwort lautet: „Nein!“ Da reißt dann auch das ebenfalls nicht wirklich beeindruckende Gitarren-Solo des sächsischen Gitarristen JOERG DUDYS (NENA,HERWIG MITTEREGGER, EDO ZANKI, XAVIER NAIDOO, JULE NEIGEL und viele mehr) nichts mehr raus.

Das extrem soulige (im Original von der kanadischen Sängerin ALANNAH MYLES) „Black Velvet“ mit Sylvia González Bolivar hinterm Mikro – wiederum mit einem langen Bass-Solo im Songmittelteil, überzeugt dann allerdings, wohingegen am Ende Bowies „Let's Dance“ ein trauriger Rausschmeißer aus dieser Doppel-CD im dreiflügeligen Digipak ist, bei dem gerade der BIRTH CONTROL-Gitarrist MARTIN ETTRICH, der hier leider nicht nur zur Gitarre, sondern auch zum Gesangsmikro greift, absolut nicht überzeugt. Ein Song, der bei diesem Gesang jedem BOWIE-Freund die Nackenhaare aufrichten lässt, selbst wenn die Instrumentalfraktion in den gut 9 Minuten wieder Großartiges leistet.

Auch sollte man sich von dem Albumtitel „Unvorherhörbar – 30 Years GO MUSIC, 1996 Anniversary 2026“ nicht in die Irre leiten lassen und glauben, dass sich die Aufnahmen darauf über die 30 Jahre von 1996 bis 2026 erstrecken. Es ist nur das Ehren einer – übrigens inspiriert von einem „Wetten dass...?“-Erlebnis in den 1980er-Jahren im Backstagebereich – vor 30 Jahren entstandenen Idee. Die mitgeschnittenen Live-Aufnahmen aber erstrecken sich nur über einen Zeitraum von Januar 2023 (in Ibbenbühren) bis Februar 2026 (in Krefeld).


FAZIT: „Auf Basis einer Idee, die in den 1980er Jahren Backstage bei einer 'Wetten Dass?...'-Show entstand, etablierte ich im Jahr 1996 meine heute noch aktuelle GO MUSIC als monatliche Konzertreihe.“, beschreibt der Kopf und einzig festes Musiker-Mitglied, Bassist MARTIN ENGELIEN, seine schon 30 Jahre währende musikalische Reise durch Rock, Jazz, Pop und das freizügige Covern bekannter und weniger bekannter Songs, die er immer wieder mit wechselnden, namhaften deutschen Musikern (Insgesamt standen bereits über 300 Musiker in rund 280 verschiedenen Besetzungen auf der Bühne.) live aufführt. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens dieser GO MUSIC-Idee erscheint nun – auch auf Wunsch zahlreicher Fans dieser Auftritte – der CD-Doppeldecker „Unvorherhörbar – 30 Years GO MUSIC, 1996 Anniversary 2026“ mit Live-Mitschnitten der Jahre 2023 bis 2026. Es war höchste Zeit, weswegen wir Herrn Engelien auch den letzten Satz übergeben, weil dem nichts mehr hinzuzufügen ist: „Eines ist auf jeden Fall garantiert: Es geht immer höllisch ab!“


PS: Wer jetzt Blut geleckt hat und unbedingt auch mal live dabei sein will, die dürfen sich hier gerne eine der zahlreichen GO MUSIC-Konzerte (ab dem 6. August bis zum 30 Dezember 2026) in ihrem Kalender notieren: Alle Konzerte (inklusive der Weihnachts-Rock-Shows) mit einem Klick.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 30x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • CD 1 (64:29):
  • Footprint In February
  • Kingdom Of Desire
  • Lose Control
  • Rock'n'Roll Outlaw
  • Long Train Running
  • Purple Rain
  • Silent Running
  • My Generation
  • CD 2 (59:13):
  • Be Kind Everyday
  • Stone Cold
  • Grandma's Hands
  • Crazy
  • Enjoy The Silence
  • Black Velvet
  • Let's Dance

Besetzung:

Interviews:

  • keine Interviews
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