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Marlugubre: Per Amor Nymphae (Review)

Artist:

Marlugubre

Marlugubre: Per Amor Nymphae
Album:

Per Amor Nymphae

Medium: CD/Download
Stil:

Post-Black- und Progressive-Death-Metal

Label: Dusktone
Spieldauer: 49:20
Erschienen: 27.02.2026
Website: [Link]

Wo zuletzt EINVIGI mit ihrem sehr starken Album „Monokroma“ auf den Pfaden von ALCEST wandelten, legen nun MARLUGUBRE nach. „Per Amor Nymphae“ greifen die Black-Metal-Elemente aber offensiver auf, als z.B. Neige und Co. Das wird nicht zuletzt in den harschen Gesängen deutlich, die immer wieder einen passenden Kontrast zur Wärme der Gitarren erzeugen.


Die allgemeine Stimmung wirkt derweil gleichsam romantisch, die Songs schmiegen sich dem Hörer in vielen Teilen schnell und mit kompositorischer Leichtigkeit an, als auch fatalistisch. Letztere Qualität wird nicht nur in den schwarzmetallischen Schreien deutlich. Auch die schmerzliche Stimmung von Stücken wie „She Nigh His Death“ wird durch Blastbeats und melancholische Gitarrenmelodien in Richtung Post-Black-Metal mit depressivem Unterton gerückt.
Gleichzeitig musizieren MARLUGUBRE in allen Stücken mit einer gewissen Eleganz, die nicht selten auch romantische Züge aufweist. Dadurch verkommt ein sphärisches Zwischenspiel wie „Caresser“ auch nicht zu bloßem Beiwerk, sondern füllt den Raum, den es auf dem Album einnimmt, stilvoll aus.


„Undine on a Lake Garden“ rückt im Anschluss wieder in melancholische Black Metal-Sphären vor und vereint Blastbeats mit dialogartigem Gesang und manch kleinem Break, der die instrumentale Wärme stilvoll aufbricht.
„Iphigenia“ dagegen wirkt stürmischer. Die Melodien bringen eine unheilvolle Kälte mit in den Sound, der sich immer mehr zu einem beklemmenden Brocken auftürmt. Allerdings lässt das Stück auch hellere Momente zu, die sich in Form von instrumentalen Zwischenspielen und marginal feierlicher Stimmung niederschlagen, ohne dass das Black-Metal-Fundament auch nur in Ansätzen wackelt.


„Like a Dim Moonlight in Her Heart“ bündelt Hoffnung und Trauer gleichermaßen und wirkt wie ein schwarzmetallisches Trauerlied, mit dem das Leben, aber auch der Tod, besungen werden. Die Gefühlsebene wandelt sich von schmerzlicher Wut, über tragikschwangere Resignation, hin zur Akzeptanz, dass ein jedes Ende unausweichlich ist. Insofern passt auch das Aufeinandertreffen von Blastbeats, Sturm-Riffing und dem abgeklärt wirkenden, clean gespielten Gitarrenfinale sehr gut ins Bild.


FAZIT: MARLUGUBREs „Per Amor Nymphae“ bietet reichlich Potenzial, um sich in seiner vielschichtigen, aber keineswegs schwer zu verdauenden Post-Black-Metal-Atmosphäre zu verlieren. Der ein- oder andere progressive Schlenker sorgt für Unvorhersehbarkeit, ohne dass der musikalische Fluss unterbrochen werden würde.

Dominik Maier (Info) (Review 32x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Beloved Scylla
  • Lips Scented Spring Roses
  • She Nigh His Death
  • Caresser
  • Undine on a Lake Garden
  • Iphigenia
  • Like a Dim Moonlight in Her Heart

Besetzung:

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