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United Attentäter: Volume 1 (Review)
| Artist: | United Attentäter |
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| Album: | Volume 1 |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | DDR/Deutsch-Punk |
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| Label: | Smith & Miller Records | |
| Spieldauer: | 26:09 | |
| Erschienen: | 16.08.2021 | |
| Website: | [Link] |
Die Musik der Obskur-Punks UNITED ATTENTÄTER, die Ende der Achtziger-, Anfang der Neunziger-Jahre ihr Unwesen im Osten der Republik trieben, klingt roh und dreckig, wie der Anti-Anspruch der Band, die den Rebellengeist der damaligen Szene der DDR gut einfängt.
Hier scheppert es an allen Ecken und Enden, die Texte sind direkt und wenig beschönigend formuliert, wobei Titel wie „Fascho“ oder „Deutscher Soldat“ eine eindeutige Sprache sprechen. Dabei dreht sich die Haltung der Band stets gegen das herrschende System, bzw. die entsprechenden Entwicklungen.
Dass sich dabei Texte wie der von besagtem „Deutscher Soldat“ auch passend auf die heutige Zeit übertragen lassen (generelle Aufrüstung, Kriegsrhetorik in der politischen Sprache etc.), zeugt entweder vom prophetischen Geist der Band oder (viel wahrscheinlicher) von den Parallelen zwischen den Entwicklungen von damals und heute.
Angesichts dessen passt der roh scheppernde Punk-Sound dieser Herren umso besser in das Hier und Jetzt. Dass das sowohl musikalisch als auch thematisch kaum angenehm ist, liegt in der Natur der Sache, die vielmehr Zweckerfüllung und bewusstes Anti-Statement zur gesellschaftlichen Zerrüttung ist, als Musik um der Musik willen.
Damit sind und waren UNITED ATTENTÄTER Punks im besten Sinn. Unangepasst, unangenehm und ehrlich sowie direkt in ihrer Sprache und ihrem Klang. Dass Smith & Miller Records das Vinyl zudem in schnieker Grey Marbled Version auflegen, macht diese auch für das Auge ansprechend.
FAZIT: UNITED ATTENTÄTERs „Volume 1“ bietet ein roh klingendes Zeitzeugnis der Haltung und der Musik der Ost-Punk-Szene im Übergang der Achtziger zu den Neunzigern. Entsprechend der damaligen gesellschaftlichen Lage scheppert die Musik roh und direkt, Gleiches gilt für die Formulierung der Texte, die den Finger in diverse Wunden der damaligen Gesellschaftsverhältnisse legen. Dass sich dabei bisweilen die eine oder andere Parallele zu den Entwicklungen und Zuständen im Hier und Jetzt finden lassen, ist traurig und erschreckend zugleich. Denn es zeugt wohl kaum von der gesellschaftlichen Fähigkeit zu lernen. Davon abgesehen ist „Volume 1“ in erster Linie aber ein Album für Trüffelschweine und Archiv-Interessierte, die einen Blick in die musikalische Punk-Szene der DDR werfen wollen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Seite A:
- Deutschland
- Der Meister Kommt
- Deutscher Soldat
- Neues Russisches Volkslied
- Versprechungen
- Seite B:
- Dealer
- Punk
- Fascho
- Pogo In Der Strassenbahn
- Trinkerdivision
- Bass - Heino Schulz
- Gesang - Enrico Wengler
- Gitarre - Patrick Lyhs, Maik Kaiser
- Schlagzeug - Carsten F. Hiller
- Volume 1 (2021)
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