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The Metal Grimoire: Ausgabe 2 (Review)

Artist:

The Metal Grimoire

The Metal Grimoire: Ausgabe 2
Album:

Ausgabe 2

Medium: Fanzine
Stil:

Metal

Label: Eigenveröffentlichung
Spieldauer: 172 Seiten
Erschienen: 01.10.2026
Website: [Link]

"Dear Readers" überschreibt Sascha Hennenberger sein Vorwort von THE METAL GRIMOIRE #2, und der Leser stutzt – Moment mal, erschien die erste Ausgabe nicht in deutscher Sprache…? Die Begründung, was zum Schwenk aufs Englische führte, bleibt der Fanzine-Macher vorerst ebenso schuldig wie die Auskunft, ob Ausgabe #3 auf Schwedisch erscheint – zu Saschas Musikgeschmack würde das unzweifelhaft passen, wie zum Beispiel das History-Interview mit Gates of Ishtar beweist…

Deren Gitarrist Andreas Johansson schwillt immer noch der Kamm, wenn er sich daran erinnert, in den glorreichen Neunzigern bei Invasion Records unterschrieben zu haben: "Wir bekamen keine Möglichkeit, das Album ("A Bloodred Path") zu bewerben, indem wir uns auf den Weg machen und live spielen. Das war ganz sicher eine absolut idiotische Entscheidung.“ Als keineswegs idiotisch erwies sich hingegen der Auftritt der reformierten Band beim "House of Metal", denn seitdem haben sich die Nordschweden wieder zusammengerauft und nach 30 Jahren mal wieder ein Album zusammengebastelt, das im Januar 2027 unter dem Titel "Murder The Light" erscheinen wird.


Keine nennenswerten Probleme mit ihrem Label (Testimony Records) dürften die norddeutschen Temple of Dread haben, deren Growler Markus im Interview erklärt, warum einmal mehr antike Mythen in den Songtexten auftauchen und der mythische Fährmann Charon quasi zum Maskottchen seiner Band wird.


Bei der Lektüre des Gesprächs mit Waldemar Sorychta wünscht sich der Rezensent einmal mehr, selbiges in Papierform schmökern zu können, denn es ist eine formidable Lesegeschichte, wie sie eben vor allem in Fanzines zu finden ist, und bereits die Episode zur Gründung der Thrash-Metal-Band Despair im Dortmunder Krankenhaus ist skurril sondergleichen. Der Vollblut-Musiker und Produzent nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt tief blicken, wenn er zugibt, wie schwer es ihm zu akzeptieren fällt, dass manche Cover-Bands viel größere Konzertstätten füllen als talentierte Bands, die ihr Herzblut in eigene Kompositionen fließen lassen.


Aus seiner Nachbarschaft hat Sascha drei Musiker von Nocturnis vors Mikro gebeten, was in einem 15-seitigen Artikel resultiert, und das Interview mit Cover-Künstler Daniel Andersson / Vexxed Artworks über seinen Beitrag zum neuen Album "Drangsal" darf als zweiseitiger Bonustrack gelten.


Bei solchen großzügig gesetzten und bebilderten Stories werden die Vorzüge eines Formats deutlich, bei dem sich niemand um die Druckkosten sorgen braucht. Das Layout ist sachdienlich, das Design ist bunt, ein roter Faden ist erkennbar, für ein PDF geht das Ganze in Ordnung, gleichwohl hier noch erkennbar Luft nach oben ist, wenn es um Kohärenz geht.
Seinem Ansatz, THE METAL GRIMOIRE ohne Werbung und Gastbeiträge zu verwirklichen, bleibt Sascha ebenso treu wie seinem Hinweis auf den Verein Metality, dessen Zielsetzung er als absolut Underground-kompatibel wahrnimmt.

FAZIT: Nur vier Monate nach der Erstausgabe bietet THE METAL GRIMOIRE erneut viel Lesestoff von einem Fan für Fans, und, von kleinen Schnitzern abgesehen, kann das Online-Fanzine mit der Begeisterung für die Musik punkten, die hier im Grunde aus allen Seiten trieft. Wenn er so weitermacht, sollte sich Sascha nach ein paar weiteren Ausgaben fragen, ob er nicht wenigstens eine Auswahl der Interviews in einer – deutschsprachigen – Druckausgabe bündelt.

Thor Joakimsson (Info) (Review 107x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • TEMPLE OF DREAD – Interview
  • DESPAIR – extensive history interview on the band's 40th anniversary
  • REVEL IN FLESH – Interview
  • ENDSEEKER – Interview about the band's dissolution
  • WANDAR – Interview
  • AS THE SUN FALLS – Interview
  • MASTER – extensive interview about the band's history
  • IRON SLAUGHT – Interview
  • DUIR – Interview
  • NOCTURNIS – Interview
  • DANIEL ANDERSON / VEXED WORKS – Behind the scenes of the “Drangsal” album cover
  • WALLFAHRER – Interview
  • GATES OF ISHTAR – extensive history interview
  • SERVANT – Interview
  • CARNATION – Interview
  • BOÖTES VOID – Interview
  • ALBUM OF THE ISSUE – extensive review
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  • NOCTULE – Band feature

Besetzung:

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