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Korbo: Amnésiste (Review)

Artist:

Korbo

Korbo: Amnésiste
Album:

Amnésiste

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative Rock/Progressive Metal

Label: Les Acteurs de l'Ombre Productions
Spieldauer: 42:15
Erschienen: 13.03.2026
Website: [Link]

Die französische Progressive-Rock-/Metal-Band KORBO legt mit „Amnésiste“ ihr zweites Album vor – ein Konzeptalbum, das mitten in die Abgründe eines an Alzheimer erkrankten Menschen führt. Jeder Song fungiert als Fragment dieser verlorenen Geschichte und zieht den Hörer tiefer in eine Atmosphäre aus Kampf, Wut, Einsamkeit und ziellosem Umherirren. Vor diesem Hintergrund wirken die gelegentlich grenzwertig intensiven Tonlagen von Frontmann Aaron Djéla weniger störend, sondern spiegeln die emotionale Wucht und Verzweiflung des Themas authentisch wider.



Musikalisch lässt sich „Amnésiste“ klar im Rock- bzw. Progressive-Rock-Bereich verorten, wobei die Midtempo-Passagen deutlich dominieren. Jeder Musiker bekommt Raum, sich zu entfalten, doch wirken manche Soloausflüge – etwa in „Amnestesia“ – eher erzwungen als organisch ins Songgefüge integriert. Ein Grund dafür dürfte auch die Produktion sein, die wenig dynamische Spannungsbögen zulässt und sich weitgehend in einem „drucklosen“ Raum bewegt. So geht beispielsweise das beeindruckende Bass-Gitarrenduell in der Aufnahme etwas verloren und entfaltet nicht die volle Wirkung, die es mit mehr Produktionstransparenz hätte. Und dann wäre da noch die Stimme: Mit ihr wird man nicht unbedingt warm, da sie immer wieder kämpft, die Intonation einigermaßen zu halten.



Mit einer sorgfältigeren Produktion hätte „Amnésiste“ mühelos ein starkes Instrumentalalbum werden können – besonders dann, wenn die Band ihre Vorliebe für Heavy-Progrock, wie sie in „Chaines“ hörbar wird, mit so viel offensichtlicher Spielfreude auslebt. Manchmal zeigt sich eben: Weniger ist einfach mehr.



FAZIT: „Amnésiste“ der Franzosen KORBO ist ein ambitioniertes Konzeptalbum, das thematisch viel zu bieten hat, musikalisch aber oft hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Produktion und Kompositionen wirken holprig, die Stimme von Aaron Djéla belastet eher, als dass sie überzeugt. Ein Werk mit Potenzial, das durch Umsetzungsmängel enttäuscht.

Marco Rauland (Info) (Review 55x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Néant
  • Sans Maintenant
  • Amnésiste
  • Chaînes
  • Les Mots Du Silence

Besetzung:

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