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Defecto: Echoes Of Isolation (Review)

Artist:

Defecto

Defecto: Echoes Of Isolation
Album:

Echoes Of Isolation

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive- und Power-Metal

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 42:05
Erschienen: 31.10.2025
Website: [Link]

Die Dänen DEFECTO erinnern mit ihren kräftigen Riffs zwischen hartem Power Metal, leicht progressiver Schlagseite und marginaler Thrash-Würze mitunter an Könner wie EVERGREY.


Mit „Eternal Descent“ gehen die Musiker dabei zunächst reichlich METALLICA-affin in die Vollen und geben sich als Melodic-Thrasher vor dem Herren aus, ehe die Musiker in „Sacred Alignment“ kaum weniger riffbetont, aber deutlich wendungsreicher agieren. Eingängige Klargesänge, knappe Growls und Synthesizer-Melodien verleihen dem Refrain eine Breite und Wucht, für die in den Strophen vornehmlich die Gitarrenriffs zuständig sind...


...ehe sich die Band in „Eclipsed by the Void“ von der dramatischen Seite zeigt.
Der pathetische Refrain zündet sofort und das Keyboard agiert dabei erfreulich unkitschig, sorgt es doch für den entspannten Kontrast zu den Muskel-Riffs der Gitarren.


„Heart on Fire“ präsentiert sich als Klasse-Duett, bei dem Stig Rossen und Nicklas Sonne miteinander wetteifern und dabei bisweilen an eine weniger lustige, dafür aber weitaus härtere Version von EDGUY erinnern.


„Quantum Abyss“ gibt den Gitarristen dann viel Raum für Flitzefinger-Melodien, knallt dem Hörer aber auch eine aggressive Thrash-Schlagseite vor den Latz, die sich u.a. in den Anflügen von Keif-Gesang zeigt. Da jedes Stück für sich eine andere psychische Störung thematisiert, verwundert auch das wendungsreiche Songwriting kaum.
Die härteren Passagen von „Through Cloak and Bones“ etwa erinnern gesanglich marginal an Chuck Billy (TESTAMENT), während die Musik zwischen Power-Metal-Härte und leichtfüßigem Solo changiert.


Mit dem knapp zehnminütigen Titelstück endet „Echoes Of Isolation“ dann mit einer Präsentation der gesamten Bandbreite des Bandsounds von DEFECTO. Nach einem melancholisch verspielten Start steigert sich die Dramatik mit jedem Refrain weiter, wobei einmal mehr die starke Stimme von Hauptsänger Nicklas Sonne erwähnt sein soll.


Mitunter lassen die Musiker ihrer Liebe zu thrashigen Riffs freien Lauf, ehe vertrackte Grooves und wendungsreiche Melodien ihren Platz im Song behaupten, nur um schließlich von einer melodisch solierenden Gitarre abgelöst zu werden. Zwischendurch gibt’s noch einmal den Refrain zu hören, ehe das Stück zu Klängen des Klaviers endet.


FAZIT: DEFECTO machen auf ihrem vierten Album „Echoes Of Isolation“ eine Menge richtig und präsentieren Progressive Metal zwischen der nötigen Basishärte und verkopft feingliedriger Instrumentalarbeit, die aber kaum zur reinen Solisten-Onanie verkommt. Dass dabei der ein- oder andere potenzielle Genre-Hit abfällt, kommt also nicht von ungefähr.

Dominik Maier (Info) (Review 53x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Unraveling
  • Eternal Descent
  • Sacred Alignment
  • Eclipsed by the Void
  • Heart on Fire
  • Quantum Abyss
  • Through Cloak and Bones
  • Shattered Reality
  • Echoes Of Isolation

Besetzung:

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