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The Moor: Ombra (Review)
| Artist: | The Moor |
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| Album: | Ombra |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Progressive Metal |
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| Label: | Inertial Music | |
| Spieldauer: | 53:48 | |
| Erschienen: | 15.03.2024 | |
| Website: | [Link] |
THE MOOR zeigen sich auf „Ombra“ progressiv verspielt, legen sich dabei aber kaum auf ein bestimmtes Subgenre fest, denn von Death-Metal-Growls bis hin zu orchestral anmutendem Songwriting, das in einem Stück wie „Illuminant“ durch eine Gothic-Doom-Atmosphäre besticht, streifen die Italiener ein breites Feld an Einflüssen und Genres.
Auffällig ist hierbei der Fokus auf die übergreifende Stimmung, die im Kern Melancholie und Tragik mit großer Geste zelebriert.
Stücke wie der Titelsong werden auf Italienisch vorgetragen, was dem orchestral aufgeladenen Mini-Drama zusätzliche Tiefe verleiht, ehe sich „This River Spoke“ verhältnismäßig träge voranschleppt und dabei in puncto Stimmung an eine Band wie AMORPHIS erinnert.
Gleichzeitig kontrastieren die Musiker ihre melancholischen Stücke immer wieder mit freizügigen Instrumental-Solos, oder sie streuen metallische Riffs ein, die einer progressiven Abfahrt wie „Withered“, die gewisse Würze verleihen, sodass sich Kitsch und authentische Tiefe stets die Waage halten.
Dafür ist natürlich auch der Zwiegesang von Enrico 'Ukka' Longhin verantwortlich, der sich sowohl in seiner Rolle als Biest als auch im Bereich stimmlicher Klarheit und Wärme pudelwohl fühlt und Titeln wie dem vielfältig arrangierten „Lifetime Damage“ stets die nötige Bodenhaftung verleiht, obwohl er selbst alles andere als zaghaft oder eindimensional agiert.
Aber auch die Gitarren agieren im Grenzbereich zwischen EVERGREY und GOJIRA und lassen sowohl präzise Nackenbrecher-Riffs von der Leine als auch feingliedrig zu solieren. Dass das Ganze hier und da sogar im selben Stück abläuft, zeugt von songschreiberischem Talent, das sich u.a. in einem Stück wie dem Melancholiker „Passage“ gut festmachen lässt.
FAZIT: THE MOOR präsentieren mit „Ombra“ emotional aufgeladenen und mitunter aufrüttelnden Progressive Metal, der stets auf der feinen Linie zwischen metallischer Härte, tiefgreifender Emotionalität und Kitsch auf und ab tänzelt. Dass die italienische Band dabei kaum auf die eine oder andere Seite abstürzt, bzw. sich festfährt, macht „Ombra“ zu einem spannenden Album, das mehr emotionale Tiefe in sich birgt, als es anfangs den Anschein hat.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Intro - Il tema dell'ombra
- The Overlord Disease
- Illuminant
- Ombra
- This River Spoke
- Lifetime Damage
- Withered
- Our Tides
- Passage
- Vitreous
- Thirst
- Bass - Massimo 'KKTZ' Cocchetto
- Gesang - Enrico 'Ukka' Longhin
- Gitarre - Davide Carraro, Enrico 'Ukka' Longhin
- Keys - Enrico 'Ukka' Longhin
- Schlagzeug - Edo Sala
- Ombra (2024) - 12/15 Punkten
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