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Steak Number Eight: The Hutch (Review)
Artist: | Steak Number Eight |
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Album: | The Hutch |
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Medium: | CD | |
Stil: | Postrock / Sludge Metal |
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Label: | Indie / Soulfood | |
Spieldauer: | 72:09 | |
Erschienen: | 19.04.2013 | |
Website: | [Link] |
Es gibt coolere Bandnamen, als STEAK NUMBER EIGHT. Und weniger irreführende. Denn sollte man hier an so etwas wie Funpunk denken, so liegt man ziemlich daneben. Es mag auch sein, dass der Bandname ein bisschen abschreckend wirkt. Vielleicht könnte da ein Coverartwork von John Dyer Baizley Abhilfe schaffen und andeuten, wo es musikalisch lang geht, nämlich auf die Schiene von Kollegen wie MASTODON, ISIS oder BARONESS. Was sicher nicht nur daran liegt, dass das zweite Album "The Hutch" von Matt Bayles gemischt wurde, der hat nämlich auch schon mit MASTODON und ISIS gearbeitet. Bemerkenswert zudem: STEAK NUMBER EIGHT stammen aus Belgien und veröffentlichen ihre neue Platte über ein Label, das vorwiegend norwegische Acts im Roster hat, nämlich Indie Recordings.
Die haben das Potenzial der Band also erkannt und es wäre zu wünschen, dass die Zielgruppe auch ausreichend Notiz von STEAK NUMBER EIGHT nimmt - trotz des Bandnamens, des unscheinbaren Covers und der nicht-amerikanischen Herkunft. Denn musikalisch stehen die Belgier den erfolgreichen Vergleichsbands in nichts nach - eher im Gegenteil. Die noch ziemlich junge Band findet in ihren Songs nämlich eine sehr ausgeglichene Balance aus feinen Melodien und kräftig rockender Härte, gepaart mit ziemlich viel Können an den Instrumenten. Besonders der Gesang verdient eine besondere Erwähnung. Es wechselt sich intensives Gebrüll mit ziemlich großartigen Klargesangslinien ab, die gar an die gesanglichen Großtaten einer Band wie ALICE IN CHAINS erinnern. Mit fein melancholischer Note wird das Abdriften in cheesige Gefilde dabei gekonnt vermieden.
Das außergewöhnliche Können der Band bezieht sich nicht nur auf das Handwerk, sondern auch auf die Fähigkeit, Songs zu schreiben und diese wirkungsvoll zu arrangieren. Einerseits zünden die Nummern recht schnell, andererseits sind sie detailverliebt und ausufernd genug, um sich nicht schnell zu erschöpfen. Auch ist der Härtegrad angenehm variabel, immer wieder schmeicheln ruhige Parts dem Ohr, um bald wieder in groovende Härte überzugehen. Dieses Spiel mit der Dynamik mag nicht neu sein, STEAK NUMBER EIGHT haben die Spielregeln aber prima verinnerlicht. Zwar macht man im zweiten Teil der Scheibe hier und da ein paar Längen aus, die jedoch schmälern den enorm positiven Eindruck, der sich bis dahin gefestigt hat, nicht. Um einen guten Eindruck vom Album zu bekommen, testet man am besten die ersten drei Songs an, die den Abwechslungsreichtum gut belegen, das ebenfalls schwer gelungene, bewegende "The Shrine" sollte ebenfalls hervorgehoben werden. Sehr gelungen ist auch der glasklare, raumfüllende Sound, der die Songs ihrem Qualitätsniveau entsprechend in Szene setzt.
FAZIT: Sludgig, postrockiger Geheimtipp, der hoffentlich kein solcher bleibt. Tolles Album einer Band, von der man sicherlich noch einiges erwarten darf.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Cryogenius
- Black Eyed
- Photonic
- Push/Pull
- Pilgrimage Of A Black Heart
- Exile Of Our Marrow
- The Shrine
- Slumber
- Ashore
- Rust
- Tearwalker
- Bass - Jesse Surmont
- Gesang - Brent Vanneste
- Gitarre - Brent Vanneste, Cis Deman
- Schlagzeug - Joris Casier
Interviews:
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keine Interviews