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Embrace The Silence: Lies Of Empathy (Review)
| Artist: | Embrace The Silence |
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| Album: | Lies Of Empathy |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Metalcore |
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| Label: | Odyssey Music Network/FUGA | |
| Spieldauer: | 32:36 | |
| Erschienen: | 28.08.2026 | |
| Website: | [Link] |
Das Intro von „Hearts Broken Everlong“ klingt sehr nach BULLET FOR MY VALENTINE zu Zeiten von „The Poison“. Sobald aber die Riffs einsetzen, böllert der Sound eher in Gefilden von MACHINE HEAD oder vielleicht auch AS I LAY DYING umher. Allerdings ohne den Thrash-Metal-Anteil von Rob Flynns Mannschaft, bzw. ohne das prollig drückende Gebrüll eines Tim Lambesis.
Mit „Feverdream“ legen die Musiker nochmal eine Schippe Aggression drauf, ohne dass die klar gesungene Hook zu viel des Guten wäre. Dass sämtliche Songs mit eingängigen Refrains, die meist klar gesungen werden, versehen sind, ist zwar gewissermaßen Genrestandard, aber EMBRACE THE SILENCE wissen dennoch durch griffiges Songwriting zu überzeugen.
Ein Stück wie „Taste Of Eternity“ gefällt u.a. durch seinen melancholischen Touch, der sich im Intro bemerkbar macht, ehe das volle Metalcore-Brett losgetreten wird. Der Refrain sorgt für kurze Momente melodischen Innehaltens, bricht aber kaum mit der Gitarrenwucht der Strophen, sodass der Überhang an Härte bestehen bleibt.
Der Titelsong spielt im Anschluss mehr mit Dynamik. Wird eingangs recht heftig gerifft, wirkt der Refrain süßlicher als alles zuvor, was gut passt, aber im ersten Moment gewöhnungsbedürftig erscheint. Mancher Breakdown ebnet derweil den Weg für „Triggerpoint“, das in der Bridge mit einigen sehr schönen Gesangslinien für eine neue Farbe im bisherigen Sound des Albums sorgt.
Mit „Virtue Or Vice“ werkelt die Band ein wenig technischer, was für mehr Härte im Gitarrenbereich sorgt und auch der Gesang klingt wütender als zuvor. Hier zeigt sich sehr schön, dass kleine Abweichungen im Songwriting das Material spannend halten, denn gerade das folgende „Another Farewell (Cold Embrace)“ haut wieder traditionsbewusst auf die Zwölf, schraubt aber auch den Klargesang in die Höhe, was die Hart/zart-Wegstrecke, die EMBRACE THE SILENCE in ihren Songs abdecken, eindrücklich zur Schau stellt.
Die finale Ballade „Autum’s Dawn“ beschließt das Album mit melancholischen Akustikklängen, die zwischen Nachdenklichkeit und emotionaler Reue pendeln. Dezente Streicher und Pianoklänge sorgen für einen vollen Klang in der musikalischen Ruhe, schrauben aber auch an der Pathos-Skala, was unterm Strich doch gut ins Gesamtbild von „Lies Of Empathy“ passt.
FAZIT: EMBRACE THE SILENCE legen mit „Lies Of Empathy“ ein treffsicheres Debütalbum hin, das den Metalcore zwar nicht neu erfindet, aber auch kein bloßes Wiederkäuen von Vorbildzitaten ist. Die Band klingt motiviert, zeigt hier und da naturgegeben noch Entwicklungspotenzial in mehrere Richtungen und kann damit einen ersten Achtungserfolg für sich verbuchen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Hearts Broken Everlong
- Feverdream
- Misery
- Taste Of Eternity
- Lies Of Empathy
- Triggerpoint
- Virtue Or Vice
- Another Farewell (Cold Embrace)
- Autumn’s Dawn
- Bass - Tim Demuth
- Gesang - Felix Wagner, Tim Demuth
- Gitarre - Felix Wagner, Marvin Krause
- Schlagzeug - Simon Meier
- Lies Of Empathy (2026) - 11/15 Punkten
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