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Amulets: Rem(a)inders (Review)
| Artist: | Amulets |
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| Album: | Rem(a)inders |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Ambient, Drone, Post Rock |
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| Label: | Pelagic Records | |
| Spieldauer: | 29:14 | |
| Erschienen: | 10.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
Nehmen wir uns eine knappe halbe Stunde Zeit, um diesen filmisch anmutenden Ausflug des in Portland lebenden Audio- und Videokünstlers Randall Taylor, der unter dem Künstlernamen AMULETS seine sphärischen Klangwelten entfaltet, zu begleiten.
Taylor versucht hierbei mit musik-minimalistischem Aufwand maximale Sounds zu kreieren, die oft abgehoben und futuristisch mit etwas Postrock-Appeal in Richtung Kosmos zu schweben scheinen, wobei bereits der Album-Opener eine klare Richtung (inklusive flirrenden und verwaschen erscheinenden Klängen) vorgibt.
Wer hier nicht mitgeht oder mitkommt, dem wird auch der Rest des Albums kaum Genuss bereiten. Andere wiederum, die von den breit ausgewalzten Klangepen von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR oder THIS WILL DESTROY YOU nicht genug bekommen können, denen wird das AMULETS über den Ohren so einige Freude bereiten, selbst wenn die Stücke sehr kurz ausfallen und sich damit der eigenen Wirkung bestehlen. Also: Augen schließen und in unbekannte, aber auch irgendwie bedrohliche, kurzzeitige Sphären abdriften.
Vieles wirkt unter diesem Aspekt recht eintönig, verwaschen und unterkühlt. Ist es auch! Selbst wenn in dem 'spannendsten' Stück „Coiled“ ein, mal ekstatisch, mal harmonisch gespieltes, Saxophon hinzukommt, bleibt die Stimmung hinter „Rem(a)inders“ ähnlich getragen und fließend...
...obwohl ein Randall Taylor dies wohl anders wahrnimmt, wenn er zu besagtem Album feststellt: „'Rema(i)nders' begann als eine fragmentierte Sammlung von Liedern, Erinnerungen, Ideen und Gefühlen, die ich bis zur Unkenntlichkeit vermischen und verzerren wollte. Entstanden ist ein wunderschönes Mosaik aus Textur und Licht in dieser sich verdunkelnden Welt. Bleiben heißt erinnern. Erinnern heißt bleiben.“
Der Punkt, in dem Taylor über „zur Unkenntlichkeit vermischen und verzerren“ spricht, kann hier voll unterschrieben werden.
FAZIT: Eintönig, verwaschen und unterkühlt mit einem Mix aus schwebenden Ambients, kosmischem Drones und schleppendem Postrock präsentiert Randall Taylor als Solo-Projekt unter dem Namen AMULETS mit „Rem(a)inders“ einen schwer verdaulichen Brocken Musik, der zwischen bedrohlich und langweilig tangiert. Seine Mission: „Jedes Album ist ein bisschen anders, aber im Grunde genommen werden die meisten Sounds über Tonbandschleifen, Effektpedale und andere Effekte bearbeitet, bevor sie in die DAW gelangen. Ich liebe es, meine Sounds auf unkonventionelle Art und Weise zu erzeugen und sie dann in die DAW einzubringen; Plugins sind nicht wirklich mein Ding.“ Mission gelungen. Nur wen er mit dieser musikalischen wie kompositorisch irrlichternden Arbeitsweise erreicht, bleibt offen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Paths Of Acceptance
- Former Shells
- Coiled
- Black Sheep
- Slow Motion Somnia
- Remain/Remind
- Gesang - Patrick Shiroishi
- Gitarre - Randall Taylor
- Keys - Randall Taylor
- Sonstige - Patrick Shiroishi (Saxophon)
- Rem(a)inders (2026) - 7/15 Punkten
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